Nach Abschluss der Abklärungen erhält Ihr Patient oder der gesetzliche Vertreter sowie allenfalls andere betroffene Versicherungsträger (z.B. Pensionskasse, Kranken-, Unfall- und Militärversicherung) und die zuständige Ausgleichkasse von der IV-Stelle einen sogenannten Vorbescheid, der über den vorgesehenen Entscheid der IV informiert. Ihrem Patienten und den anderen Versicherungsträgern wird eine Frist von 30 Tagen gesetzt, innert welcher sie sich zum geplanten Entscheid äussern können.

Wenn keine Stellungnahmen eingehen, erlässt die IV-Stelle ihren Entscheid in Form einer Verfügung. Äussern sich hingegen die versicherte Person oder die anderen involvierten Stellen zu relevanten Sachverhalten, so wird die IV-Stelle allenfalls weitere Abklärungen treffen oder die Stellungnahmen in der Begründung ihrer letztendlichen Verfügung berücksichtigen.
Gegen die Verfügung kann beim kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden.

Sie als behandelnder Arzt sind nicht automatisch bevollmächtigte Person des Patienten. Für die IV-Stelle ist grundsätzlich der Patient die Ansprechperson und Beschlussadressat. Ihre Rolle als behandelnder Arzt besteht darin, der IV-Stelle die Berichte und Auskünfte zur Verfügung zu stellen, auf welche die IV angewiesen ist. Informationen über den Verfahrensstand erhalten Sie als behandelnder Arzt nur wenn Ihr Patient der IV-Stelle eine schriftliche Vollmacht dazu erteilt hat. Besser ist es, wenn Sie für Informationen direkt auf Ihren Patienten zugehen.

Ihr Patient soll sich in diesem Fall regelmässig nach dem Verfahrensstand erkundigen. Hat sich sein Gesundheitszustand zwischenzeitlich verändert, so hat er dies der IV zu melden; er ist verpflichtet, der IV-Stelle Veränderungen des Gesundheitszustandes zu melden. Sie können ihn bei einer solchen Meldung unterstützen. Sie können zudem auch einen aktualisierten Arztbericht an die IV-Stelle schicken.

Der Patient selber oder sein gesetzlicher Vertreter (z.B. ein Anwalt) kann ausserdem beim kantonalen Versicherungsgericht (im Kanton der IV-Stelle) eine Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde erheben. Mit dieser Beschwerde wird das Gericht ersucht, die IV-Stelle anzuweisen, über den fraglichen Leistungsanspruch umgehend einen Entscheid zu fällen.