Die Geschichte

Die Invalidenversicherung gibt es seit 1960. Sie ist eine gesamtschweizerische obligatorische Versicherung, das heisst, dass alle Personen, die in der Schweiz wohnen oder erwerbstätig sind, versichert sind.  

Mit der 3. IV-Revision wurden 1995 die kantonalen IV-Stellen geschaffen. Die 4. IV-Revision brachte 2004 die interdisziplinär zusammengesetzten Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD). Diese stehen den IV-Stellen bei der Beurteilung von medizinischen Sachverhalten zur Seite. Mit der 5. IV-Revision wurde mit Früherfassung, Frühintervention und Integrationsmassnahmen Instrumente eingeführt, die ein noch gezielteres Eingreifen der IV ermöglichen. Durch die 4. und 5. IV-Revision konnte das bis dahin jährlich steigende Defizit (Ende 2010 rund 1 Milliarde Franken) stabilisiert werden.

Seit dem 1. Januar 2012 ist der erste Teil der 6. IV-Revision in Kraft. Mit diesem sollen Defizite nach Auslaufen der siebenjährigen Zusatzfinanzierung durch die Mehrwertsteuer, also ab 2018, vermieden werden. Rentnerinnen und Rentner mit Eingliederungspotential werden aktiv bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt, ganz nach dem Leitmotiv „Eingliederung statt Rente“.

Schon bei der Gründung der IV stand die Integration ins Erwerbsleben im Vordergrund. Die mit den letzten beiden IV-Revisionen verbundene Fokussierung auf die Eingliederung ist somit auch eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Zielsetzung der IV.