Arbeitgeber

Die Arbeitgeber spielen im Prozess von der Anmeldung bis zum  Entscheid über eine IV-Leistung und auch bei der Wiedereingliederung von Personen mit gesundheitlicher Einschränkung eine entscheidende Rolle. Das gemeinsame Ziel der Arbeitgeber, der IV-Stellen und der Ärzte ist es, dafür zu sorgen, dass Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung ihren Arbeitsplatz möglichst nicht verlieren oder an einem anderen Arbeitsplatz im Rahmen ihrer Möglichkeiten erwerbstätig bleiben können.

Ist eine Person länger als 30 Tage arbeitsunfähig oder fehlt regelmässig krankheitsbedingt, so kann auch der Arbeitgeber eine Meldung zur Früherfassung einreichen. Die IV sucht zusammen mit ihnen und den behandelnden Ärzten eine möglichst gute Lösung für den betroffenen Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber helfen den Ärzten dabei, die verbleibende Erwerbsfähigkeit oder die Erwerbsunfähigkeit zu beschreiben. Sie helfen der IV dabei, die richtige IV-Leistung zu bestimmen.

Die IV-Revision 6a, in Kraft seit 1. Januar 2012, setzt einen Schwerpunkt bei der Wiedereingliederung von IV-Rentenbezügern in den Arbeitsmarkt. Unter anderem können die IV-Stellen Arbeitgebern Personen mit einem geeigneten Profil für einen Arbeitsversuch vermitteln, bei dem weder ein Arbeitsverhältnis eingegangen wird, noch Lohn bezahlt wird. Die Person erhält weiterhin ihre IV-Rente. Entsteht ein Arbeitsverhältnis, so besteht eine Schutzfrist von drei Jahren, in der sichergestellt wird, dass der Arbeitgeber kein finanzielles Risiko trägt, wenn eine Arbeitskraft erneut wegen Gesundheitsproblemen ausfällt (Krankentaggeldversicherung, Risikoversicherung bei der Pensionskasse).